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Freiwilligenarbeit im Fokus
Welchen Stellenwert hat freiwilliges Engagement für die Entwicklung einer lebensfreundlichen,
nachhaltigen Gesellschaft?

14. Konferenz Zivilgesellschaft | Österreichische Freiwilligenmesse | 1.-2.10.2016 | Wiener Rathaus

 
 
 

Freiheit und soziale Sicherheit

Die Menschen haben sich immer schon mehr Freiheit und weniger Abhängigkeit gewünscht. Sie versuchten z.B. Geister oder Götter durch Rituale oder Gebete freundlich zu stimmen, um Naturgewalten von denen sie abhingen, günstig zu beeinflussen; sie versuchten, Not und Sklaverei abzuschaffen, Despoten abzusetzen, strebten Demokratie an. Sie wollten sich durch Bildung und Wissenschaften emanzipieren. Eine Zeit lang schien das zu funktionieren. Inzwischen geraten wir aber in immer neue Abhängigkeiten, und nicht alle sind naturgegeben.

Betrachten wir einmal nur einen kleinen Ausschnitt, nämlich die soziale Sicherheit. Viele Menschen sind durch unsere selbst entwickelten Systeme sehr reich geworden (das oberste 1% besitzt ein Drittel, weitere 9% das zweite Drittel des Vermögens, und die restlichen 90% müssen sich das letzte Drittel teilen). Das bedeutet auch, dass viele Menschen kein Vermögen besitzen, sondern im Gegenteil Schulden haben. Auch Zugang zu guter Arbeit wird durch die ungerechte Machtverteilung und zu wenig Bewusstseins- und Herzensbildung und demokratische Mitsprachemöglichkeit eingeschränkt. Es darf nicht sein, dass immer mehr Menschen in Armut und Lebensängsten leben müssen.

Wir setzen uns ein für Freiheit und soziale Sicherheit in Österreich und in der EU (längerfristig weltweit). Wir sagen daher JA, zu einer sozialen EU, die jedem/r Einwohner*in bedingungslos alle sozialen Grundrechte gewährt, das sind zum Beispiel das Recht auf soziale Sicherheit durch ein bedingungsloses Grundeinkommen, das Recht auf frei gewählte oder angenommene Arbeit, das Recht auf eine bezahlbare Wohnung und die gute Versorgung mit Wasser und Energie, das Recht auf öffentlichen Verkehr, auf umfassende gesundheitliche Leistungen, auf Betreuung von Kindern und älteren Personen, auf Bildung und Kultur, das Recht auf Freizügigkeit und auf Asyl.

Aus der Sicht der sozialen Sicherheit gibt es durch Entkoppelung von Erwerbsarbeit und finanzieller Existenzsicherung eine vielversprechende Maßnahme, nämlich, das emanzipatorische Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) einzuführen. Freiheit und sozialen Sicherheit kann durch das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) zu einem großen Teil gewährleistet werden.

Das Bedingungslose Grundeinkommen ist eine staatliche Zahlung, die jeder Mensch von Geburt bis zum Lebensende monatlich erhält (Menschenrecht).

Die Kriterien sind:

Das BGE ersetzt nicht die Sozialleistungen in den Bereichen öffentlicher Infrastruktur (Verkehr, Wasser, Energie, Wohnen etc.) und Daseinsvorsorge (Bildung, Gesundheit, Betreuung etc.).

Die aktuellen Vorschläge der Parteien zur Lösung sozialer Probleme zeigen: Es gibt kein Konzept zur Verteilungsgerechtigkeit. Viele angedachte Maßnahmen haben Almosencharakter. Demgegenüber bietet das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) einen persönlichen Rechtsanspruch, Einkommen von der Erwerbsarbeit zu entkoppeln. Es wird aus Steuermitteln finanziert.

Die Befürwortung eines BGE als ein Element eines gut ausgebauten Sozialstaates ist im Gegensatz zum derzeitig kursierenden „Sozialpopulismus“, eine seriöse, weil strukturelle Lösungsperspektive für viele gesellschaftliche Problemstellungen.

Näher Informationen siehe
www.attac.at
www.pro-grundeinkommen.at
www.grundeinkommen.at